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Norimichi Hirakawa (*1982), einer der faszinierendsten Vertreter der jungen Generation japanischer Digitalkünstler, durchdringt in seinen Arbeiten die Grenzen zwischen Kunst und Wissenschaft. Beeinflusst durch seinen Hintergrund in den Disziplinen der Mathematik und Physik, kreiert der Künstler generative Video-Installationen aus komplexen algorithmischen Prozessen und digitaler Codierung. Er generiert so verschiedenste Arten von audiovisuellen, mathematischen und abstrakteren Daten, welche theoretische oder wirkliche physische Phänomene beschreiben. Auf diese Art konfrontiert er nicht nur die Kunst mit digitalen Werkzeugen und wissenschaftlicher Vorstellungskraft, er versetzt auch den Betrachter in ein einen Schwebezustand zwischen dem starken ästhetischen Eindruck seiner abstrakt wirkenden Installationen und der ihnen zugrunde liegenden rationalen Logik digitaler Codierung.

Hirakawa absolvierte sein Studium am Art & Media Course Department of Information Design der renommierten Tama Art University in Tokio, wo ihn besonders die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern anderer Disziplinen, etwa der Mathematik, Physik oder Informatik, prägte. Es folgten zahlreiche internationale Ausstellungen seiner Arbeiten bei internationalen Kunstausstellungen und Media Art Festivals. Hirakawa wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet, etwa mit dem Excellence Prize des Japan Media Art Festival (2004) und dem Award of Distinction for Interactive Art beim Prix Ars Electronica (2008). Norimichi Hirakawa lebt und arbeitet in Tokio, Japan